Hinter die Kulissen schauen

 

Handgemachte Keramik-Plättli

Sabine Gürber von der Keramikmanufaktur Gürber in Küttigen bei Aarau stellt in Handarbeit Keramik-Plättli her.  Jedes Stück ist ein Unikat und kann als Untersetzer aber auch als Objekt eingesetzt werden. 
Im Marktlücke-Laden können Sie aus einer Vielzahl an Mustern und Farben Ihr Lieblingsplättli auswählen. Drei Verschiedene können Sie direkt im Onlineshop bestellen.
 

Wir haben Sabine Gürber in ihrem Atelier besucht, sie bei der Arbeit gefilmt und über ihren Werdegang und ihre Arbeit befragt.
Das persönliche Interview können Sie unter ">Mehr" lesen:

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Frau Gürber, wie sind Sie als gelernte Gärtnerin dazu gekommen, Plättli herzustellen?
Ich war schon immer sehr kreativ.  Als ich etwa 17 Jahre alt war hat mich eine Freundin zu einer Keramikerin in ein wunderschönes Atelier mitgenommen. Dort duften wir „Luftblööterli“ in altem Ton aufstechen, damit sie ihn wieder gebrauchen konnte. Dabei ist der Funke gesprungen.

 

Sie haben aber weiter als Gärtnerin gearbeitet und die Leitung eines Gartencenters übernommen. Welche Rolle spielte Ihr Mann, ein Ofenbauer?
Wir haben uns früh kennengelernt und Thomas hat ein florierendes Ofenbaugeschäft aufgebaut. 2001 hängte ich den Gärtnerberuf an den Nagel und stieg im Betrieb meines Mannes mit ein. Wir kauften einen Brennofen, und ich machte erste eigene Erfahrungen in der Keramik. Ein Hafnerkollege meines Mannes brachte mir die ersten Grundlagen dieses Handwerks bei und zeigte mit wie man Ofenkacheln herstellt.

 

Zwischen 2011 und 2013 haben Sie einen Keramik-Kurs in der M-Art gemacht und sich so in diese Materie vertieft.
Genau, und als 2015 Thomas sein Geschäft aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, habe ich professionell mit dem Herstellen von Plättli und Kacheln begonnen. Ich gründete meine eigene kleine Firma und stelle seither Plättli und Kacheln in Handarbeit her. Heute weiss ich auch, dass alter Ton sauber geknetet sein muss, damit keine „Luftblööterli“ entstehen.

 

Was ist der Unterschied zwischen den Plättli und Kacheln? Sie werden ja aus dem gleichen Grundmaterial, dem Steingutton, hergestellt?
Die Plättli, die es auch in der Marktlücke zu kaufen gibt, sind flach und für Wände und Böden gedacht. Genauso schön machen sie sich aber auch als Untersetzer auf dem Tisch. Der rustikale Stil bringt Wärme und Stimmung in einen Raum. Bei der Marktlücke gibt es eine wunderschöne Auswahl an gelungenen Einzelstücken.

Kacheln werden für Öfen gebraucht. Sie sind aufwändiger in der Herstellung und weisen auf der Rückseite einen „Stumpf“ auf, eine Art Rahmen, welcher mit Schamotte gefüllt wird als zusätzliche Speichermasse. Die Kacheln werden an diesem Stumpf mit Draht zusammengeklammert.

 

Für die Plättli nehmen Sie einen Klumpen Ton, klopfen ihn und schneiden ihn mit dem Bügel auf die richtige Grösse zu. Was machen Sie weiter?
Ich arbeite die rauen Schamottekörnchen in den Ton ein, flache die Kanten ab und lasse die Rechtecke lederhart trocknen. Dann bedrucke ich mit Hilfe einer eigens angefertigten Schablone die Plättli mit Engoben, welches flüssige Farben auf Tonschlicker Basis sind.  Eine andere Technik ist es, die Platten mit Farbkörpern zu bemalen.
Spannend ist immer wieder das Mischen von Farben: diese offenbaren sich meist erst nach dem Brennen und variieren, je nach Brenntemperatur, Matt – oder Glanzglasur. Das Trocknen dauert dann drei bis vier Wochen, ein Brennvorgang nochmals circa zehn Stunden und das Abkalten des Brennofens drei Tage.
Je nach Technik verändern sich die Arbeitsschritte, doch jedes Plättli wird mindestens zweimal gebrannt – Rohbrand und Glasurbrand. Wichtig ist das langsame Trocknen der Platten damit es später beim Brennvorgang keine unangenehmen Überraschungen wie zum Beispiel Schwundrisse gibt. Sorgfältige Arbeit und Geduld sind somit die wichtigsten Komponenten für das Gelingen der Keramik.

 

Sie sind eine neugierige Person. Das Verzieren der Plättli und neue Sachen ausprobieren, gefällt Ihnen am besten an Ihrer Arbeit. Woher holen Sie sich die Inspiration für die Muster?
Manchmal kritzle ich einfach etwas herum und es entsteht etwas Brauchbares. Dann ist natürlich auch das Internet ein wertvoller Fundus. Selten kaufe ich Muster ein. Ich gehe aber mit offenen Augen durchs Leben treffe so immer wieder auf spannende Kompositionen, die ich fotografiere, weiterentwickle und dann digitalisiere. Auf Wunsch entwerfe ich für Kunden auch spezielle Muster.

 

Wie lange sind Ihre Arbeitstage und können Sie von diesem Handwerk leben?
Ich arbeite zügig und richte es mir ein, dass ich normale Arbeitszeiten habe. Ich glaube, ich könnte davon auch leben. Da ich aber meinen Mann unterstütze, arbeite ich nicht Vollzeit. Das Schöne ist, dass die Kunden auf mich zukommen und ich keine Zeit in Akquisition stecken muss. So ist auch die Marktlücke auf mich zugekommen.

 

Wie sieht Ihr Badezimmer aus? Ist es ein Experimentierfeld von Plättli und träumen Sie nachts von Mustern und Kacheln?
Im Badezimmer zieren handgemachte Platten die Wände, welche wir per Zufall direkt bei einem Produzenten in der Provence gefunden haben.
In der Küche haben wir Plättli, die ich damals bei einem Hafnerkollegen meines Mannes herstellen durfte und im Atelier sind die Platten hinter dem Wasserbecken von dem ebenfalls selber entworfenen Holzgeländer inspiriert.

Nein, Nachts träume ich nicht von Mustern und Kacheln, eher am Tag. Diese Arbeit ist für mich ein Traum; sie gefällt mir dermassen gut, dass ich es nicht als arbeiten empfinde. Ich tauche Tag für Tag in eine für mich absolut faszinierende Welt ein und kann mich dabei entspannen. Ich bin wirklich unglaublich gern am ‘Schaffen’!


 

Vom Strauss zum Struzzo

Der "Struzzo", ein patenter Staubwedel für Bildschirm, Tastatur, Schaltpulte, Nippes und was sonst noch so alles abgestaubt werden sollte. Entwicklung und Produktion in der Marktlücke-Werkstatt. 

Kleine Geschichte, wie er entstand

 

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